Stuttgart
(eb) [04.10.08]. Im Herzen der Stadt Stuttgart fand am 30.
September 2008 der Jahresempfang der Bundeswehr
in Baden-Württemberg
statt. Zusammen mit Generalmajor Gert Wessels,
dem Befehlshaber im Wehrbereich IV, und
Oberst Franz Arnold, dem Kommandeur des
Landeskommandos Baden-Württemberg, empfing der Präsident
der Wehrbereichsverwaltung Süd, Götz-Friedrich Baron von
der Ropp, mehr als 350 Gäste
aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und
Organisationen im Marmorsaal des Neuen
Schlosses.
Präsident von der Ropp hatte mit dem Ministerpräsidenten
Landes Baden-Württemberg, Günther Oettinger, vereinbart,
künftig im jährlichen Wechsel und an verschiedenen Orten
einen Jahresempfang für die Bundeswehr in Baden-Württemberg
durchzuführen. Sein besonderer Dank und Gruß galt deshalb
der Landesregierung, insbesondere für die Überlassung „ihres“ Schlosses.
Unter den zahlreichen Gästen konnte Präsident von der Ropp
u.a. den Staatssekretär im Innenministerium des Landes Baden-Württemberg,
Rudolf Köberle, MdL, den Leiter der Staatskanzlei, Staatsekretär
Hubert Wicker, sowie den Präsidenten des Baden-Württembergischen
Landtages, Peter Straub, begrüßen.
Vor zahlreichen Bundestags- und Landtagsabgeordneten,
Polizei- und Handwerkskammerpräsidenten sowie hochrangigen Vertretern
der amerikanischen und französischen Gaststreitkräfte, nutzte
Präsident von der Ropp die Gelegenheit, die Sicherheits- und
Verteidigungspolitik der Bundesrepublik
Deutschland aus dem Blickwinkel der Wehrverwaltung zu beleuchten. „Die
Einsatzunterstützung
ist mittlerweile eine Kernaufgabe der Wehrverwaltung.
Der erforderliche Wandel im beruflichen Selbstverständnis ihrer
Mitarbeiter ist bei uns längst schon Realität“, stellte
er fest.
Mit herzlichen und zugleich eindringlichen Worten bedankte sich
Staatssekretär Rudolf Köberle in seinem Grußwort
für die Arbeit der Bundeswehr. „Nach 60 Jahren Frieden
in unserem Land scheint es uns bisweilen selbstverständlich,
in Frieden und damit auch in Freiheit leben zu dürfen. Frieden
ist jedoch keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis
vorausschauender Politik, zuverlässiger Bündnisse und
der Diplomatie, die sich des Nachdrucks einsatzfähiger militärischer
Einheiten sicher sein kann“, so Köberle. „Wir wissen
sehr wohl, was wir der Bundeswehr zu verdanken haben und wofür
Sie stehen: Erhaltung von Frieden und Freiheit.“ Auch für
die stets zuverlässige Hilfe bei Naturkatastrophen und Unglücksfällen,
insbesondere die Unterstützung nach dem Brand im Klinikum Konstanz,
bedankte sich Köberle und verlieh der zivil-militärischen
Zusammenarbeit im Land das Prädikat „sehr gut“.
Generalmajor Gert Wessels bedankte sich
bei den zivilen Stellen für ihre hervorragende Unterstützung.
Passend zu den regionalen Strukturen wurde auch in Baden-Württemberg
ein flächendeckendes Netz mit Verbindungskommandos aufgebaut. „Als
zentrale Kommandobehörde für das Land Baden-Württemberg
hat das Landeskommando seine Fähigkeiten bereits mehrfach bewiesen,
u.a. beim Wirbelsturm Kyrill im Januar 2007, bei der Evakuierung
des Bundeswehrkrankenhauses Ulm und bei Großbränden und
Hochwassern“, lobte Wessels seine Baden-Württemberger.
Auch stammten 5 der 16 Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen
in Peking von Sportsoldaten der Bundeswehr aus dem „Ländle“.
Die Gäste nutzten die Zeit im Neuen Schloss zu einem regen
Gedankenaustausch. Viele äußerten den Wunsch, dieses
Ereignis doch häufiger stattfinden zu lassen, um mehr über
die Bundeswehr in Baden-Württemberg – zivile wie militärische
Anteile – erfahren zu können. „Schade, dass dieser
schöne Empfang schon vorbei ist – ich hätte mich
gerne noch mehr über die Zivil-Militärische Zusammenarbeit
informiert“, sagte ein hochrangiger Vertreter der amerikanischen
Gaststreitkräfte.
Feierlich zum Abschluss gebracht wurde
die Veranstaltung vom Luftwaffenmusikkorps
2 aus Karlsruhe mit einer Serenade im
Ehrenhof des Neuen Schlosses. Angelockt von Fackelschein
und flotter Marschmusik verfolgten auch
zahlreiche Passanten das militärische Zeremoniell. |