Der Soldat sitzt angelehnt
an der Wand. Er hat Schmerzen im Bauch, eine Kopfwunde ist gut sichtbar.
Abrupt kommt neben ihm der Robotiks zum stehen. Eine Kamera ist auf
ihn gerichtet.
Eine Stimme erklingt aus dem Roboter. „Können Sie mich hören?“ Der
Soldat nickt kurz. Es folgen Fragen zu seinem Gesundheitszustand. Hinter dieser
Stimme verbirgt sich Oberstabsarzt Michaela Heinrich. „Diese Roboter sind
ein gutes Beispiel der Zusammenarbeit mit der Kampfmittelbeseitigung“.
Eigentlich spüren Teodor und Packpod, wie die beiden Robotiks liebevoll
genannt werden, Kampfmittel auf. „Doch dank dieser Technik ist schon im
Vorgriff auf die Sichtung eine erste Kontaktaufnahme innerhalb der Kontamination
möglich“, erkärte die Ärztin.
Solange die Kampfmittelbeseitiger, bei der Bundeswehr kurz EOD genannt, nicht
das Gebiet freigeben, kann der Sanitätsdienst der Bundeswehr nicht die verletzten
Soldaten medizinisch betreuen. Das zehrt an der Geduld, weiß Heinrich. „Jede
Minute, die verrinnt, sinken die Überlebenschancen insbesondere für
die Schwerverletzten.“
Die Sanitätssoldaten und die Soldaten der Task Force Medizinischer ABC-Schutz
sind hoch motiviert und wollen ihr Können unter Beweis stellen. Wie die
Läufer auf einen Startschuss - warten sie auf die erlösende Freigabe. |