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 Unterschiedliche Zutaten bei Äquatortaufen
 Wehrbeauftragter: Optimierung der Unterbringung vor Standortschließung
Kiel (uz) [31.03.11]. Die Marine sei, wie auch die gesamte Bundeswehr, mit ihrer technischen Ausstattung am Limit. Dieses Fazit des Wehrbeauftragten, Hellmut Königshaus, wurde bei seinem Besuch im Marinestützpunkt Kiel untermauert. Viel zu oft würden Lücken gerissen, um andere zu schließen. Dieses „Behelfen mit Bordmitteln“ müsse abgestellt werden, forderte Königshaus.
Insbesondere die drohende Anspannung in der Nachwuchswerbung war für den Wehrbeauftragten ein Thema. Dazu trage natürlich auch die Frage der Ausstattung bei. Insbesondere aber auch mögliche finanzielle Attraktivitätsprogramme müssten möglichst schnell auf den Weg gebracht werden. Er habe Bedenken, so sagte Königshaus weiter. „Wer zur Marine oder zur Bundeswehr kommt, muss wissen, dass er später nicht finanziell benachteiligt wird“, betonte der Wehrbeauftragte. Außerdem forderte er auf, bei der Weiterverpflichtung oder der Übernahme zum Berufssoldaten nötigenfalls flexibler zu entscheiden, um Lücken zu vermeiden. Wenn der Nachwuchs fehle, dürfe qualifiziertes Personal die Bundeswehr nicht verlassen müssen, weil die Quote eines Jahrgangs erfüllt sei.
Natürlich, so führte der Wehrbeauftragte vor Journalisten aus, müssten für die Personaldeckung Haushaltsmittel bereitgestellt werden. Zunächst, so zeigte sich Königshaus überzeugt, bringe die Umstrukturierung der Bundeswehr keine Einsparungsmöglichkeiten.
Wichtig sei es jetzt aber, grundlegende Entscheidungen zu treffen, bevor finanzielle Gesichtspunkte berücksichtigt werden. „Die Frage ist, muss die Bundeswehr alles können, oder kann sie sich spezialisieren“, sagte Königshaus mit Blick auf die künftige Struktur. Danach könnten die Verbände richtig aufgestellt werden. Dazu sollte nach seiner Meinung unbedingt auch eine regionale Zusammengehörigkeit der Verbände berücksichtigt werden. Standortentscheidungen sollten neben dieser regionalen Optimierung auch danach gefällt werden, ob sich beispielsweise eine Optimierung der Unterbringungssituation ergeben könnte. Dann sei er, so sagte der Wehrbeauftragte, dafür, mehr Standorte zu erhalten. Gerade solche Fragen sollten mit Blick auf die Attraktivität der Bundeswehr für künftige Soldaten entschieden werden.
Hellmut Königshaus bei seinem Besuch in Kiel. Foto: Zeitter
Kritisch wanderten die Augenbrauen von Hellmut Königshaus nach oben, als er nach dem schlechten Image gefragt wurde, das die Affäre um das Segelschulschiff „Gorch Fock“ für die Marine gebracht habe. Nach seiner Ansicht habe sich bislang nichts ergeben, was das Image des Schiffes beeinträchtige.
Er sei sich bewusst, dass gerade in der Landeshauptstadt Kiel, nicht zuletzt durch die Patenschaft des Landtages für das Schiff, eine besondere Betrachtungsweise vorliege, sagte der Wehrbeauftragte. Ein Problem mit der Umsetzung der „Inneren Führung der Bundeswehr“ an Bord sei nicht aufgetreten, betonte Königshaus und kritisierte die Vermischung der Fakten mit einzelnen Berichten in den Medien. Er sei sehr neugierig auf das Schiff und freue sich darauf, es möglichst bald zu besuchen und möglichst selbst einmal aufzuentern.
Mit Blick auf Traditionen und Rituale in der Bundeswehr, die ebenfalls in die Schlagzeilen geraten sind, forderte der Wehrbeauftragte, dass man diese der Zeit anpasse und niemand in eine Situation zwinge, die ihn erniedrige. „Wenn das jemand machen will, werde ich ihn nicht abhalten“, sagte der Wehrbeauftragte und fügte hinzu: „Auch auf Kreuzfahrtschiffen gibt es Äquatortaufen – nur die Zutaten sind andere…“
 
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