Die Soldatin hat sich gut eingerichtet.
In der Stube, die sie übernommen hat, war bereits ein praktisches Hochbett
eingebaut. Das gibt Anne Bähr
mehr Bewegungsfreiheit in ihrer „Bude“.
Nur einmal pro Monat plant sie eine Fahrt nach Hause. Derzeit hat sie noch eine
Fahrgemeinschaft, die auch schon an der Marineschule bestand. „Auf längere
Sicht werde ich aber wohl fliegen“, sagt die Studentin. Langsam stellt
sie sich auf das Leben in München ein. Auf dem Oktoberfest war sie zwar
noch nicht, auch wenn dies in ihrer Studienwoche stattfand, aber mit Kameraden
hat sie bereits ein Fußballspiel in der Allianz-Arena besucht.
Vergessen, dass sie bei der Bundeswehr ist, kann Seekadett Bähr aber auch
in den kommenden Studienjahren nicht. Die weiße Stelle, die am Mittwoch
Nachmittag in ihrem Vorlesungsplan bleibt, ist keine Freizeit. Sie markiert den
sogenannten militärischen Nachmittag. Hier wird die Gelegenheit geboten
um die IGF, die individuellen Grundfertigkeiten, zu erhalten. Diese Stunden stehen
für Leistungs- und Überprüfungsmärsche, zur Abnahme der Disziplinen
für das Deutsche Sportabzeichen oder für die Waffen- und Schießausbildung
zur Verfügung.
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