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 „Auf Kurs Zwo – Neun – Sechs!“
 Offizieranwärter pauken Grundlagen für den späteren Alltag

Die Crew der Offizieranwärter bleibt auf Kurs.
Fotos: Zeitter
Mürwik (uz) [11.02.09]. Gesetze, Regelungen und Anweisungen. Über einen Mangel an theoretischem Unterrichtsstoff kann sich Anne Bähr in diesen Tagen nicht beklagen: Nach einer kurzen Erholungsphase über den Jahreswechsel und dem kleinen Motivationsschub durch einen nächsten, kleinen Schritt auf der Karriereleiter, der Beförderung zum Obergefreiten, drückt die 19jährige aus der Uckermark wieder die Schulbank an der Marineschule Mürwik (MSM).
Nach der so genannten nautischen Basis, mit der Gefreiter Anne Bähr ihr erstes Halbjahr bei der Deutschen Marine im Dezember schloss, ging es Anfang Januar für Obergefreiter Anne Bähr mit ähnlichen Themenkomplexen weiter.
Die restlichen Monate des Offizierlehrgangs vor dem Studium gehören den elementaren Themen aus dem Alltag eines Offiziers: Vorgesetztenverordnung, Führungslehre, Ausbildungslehre und die passenden rechtlichen Rahmenbedingungen. Für die Offiziere der Marine kommt ein weiteres, großes Themenfeld dazu: Die Nautik. Wesentliche Inhalte der Navigationen lernen die Offizieranwärter um Anne Bähr in diesen Wochen. Themenfelder, die nach dem Abschluss des Studiums, also auch in einigen Jahren noch vorausgesetzt werden. Später wird auf das Wissen aufgebaut. Gesetzliche Grundlagen für die Seefahrt gilt es nicht nur zu verstehen, sondern auch wörtlich auswendig zu kennen.

Unterrichte prägen den Ausbildungsalltag.
Grund genug also für die Soldatinnen und Soldaten, jede Chance zum Training zu nutzen. „Das ist schon sehr viel zu lernen“, gesteht die Soldatin. Gespickt sind die Ausbildungsinhalte mit reichlichen Sport-, Englisch- und allgemeinbildenden Unterrichtseinheiten wie Politik oder Geschichte. Die Bandbreite der Ausbildungsthemen spiegeln auch die meisten der Unterrichtstage wider.
An diesem Ausbildungstag findet sich der Hörsaal, zu dem auch Obergefreiter Anne Bähr gehört, gegen halb zwölf Uhr zum Englisch-Unterricht ein. Der letzte Ausbildungsblock vor dem Mittagessen. Aufmerksam und doch irgendwie entspannt lauscht Anne Bähr dem Referat eines Kameraden. Sie hat ihre eigene Lehrprobe bereits seit einigen Tagen hinter sich. „Ich habe etwas über mein Hobby, das Drachenbootfahren erzählt“, erzählt sie. Intensive Konversation in Englisch wird dem Vortrag folgen. Das zunehmende Engagement der Deutschen Marine in internationalen Verbänden und Einsätzen setzen auch eine geringere Sprachbarriere bei den Offizieren voraus. Außerdem wurden die Studiengänge in den beiden Bundeswehr-Universitäten, die die Offizieranwärter im Herbst erwarten, auf so genannte Bachelor-Studiengänge umgestellt. Auch diese Tatsache schafft eine Mindestanforderung an die Sprachkenntnisse. Gerade dieser Sprachgewandheit gilt die kontinuierliche Englisch-Ausbildung.

„Wachoffizier" Anne Bähr rechnet nach.
Überhaupt greifen in der Ausbildung der Offizieranwärter inhaltlich viele Themen ineinander. Die Übung eines Vortrags im Unterricht dient zugleich auch der Routine im Auftreten vor einer Klasse. Dieses will ebenso gelernt sein, wie das Sprechen vor angetretenen Soldaten. Regelmäßige Aufgaben für die angehenden Führungskräfte sollen auch hier Erfahrungen und Training bieten.
Nach dem Mittagessen werden an diesem Ausbildungstag die seemännischen Kenntnisse gefordert. Anne Bähr ist als Wachoffizier auf einem Minenjagdboot eingesetzt. Drei weitere Offizieranwärter in dieser Gruppe übernehmen weitere Aufgaben des Brückenpersonals. Es gilt das Boot nach vorgegebenen Parametern auf einem bestimmten Kurs durch den Fehmarn Belt zu steuern. Recht souverän meistern Anne Bähr und ihre „Mannschaft“ die Aufgabe. Allerdings ohne wirklich vor Ort zu sein. Das Motorengeräusch kommt ebenso, wie der Ausblick von der Brücke, aus dem Computer. Die Soldaten navigieren in der AANS, der Ausbildungsausstattung Nautische Schiffsführung. Der Präzision der „Handwerksleistung“ tut dies keinen Abbruch und der Vorteil liegt auf der Hand. Das Minenjagdboot kann von mehreren Gruppen gesteuert werden, ohne auch nur einen Liter Kraftstoff zu verbrauchen und für die Aufsicht reichen zwei erfahrene Bootsleute. Letztere können sogar per Mausklick das Boot stoppen oder in den Kurs eingreifen. Und dennoch, nur zwei Tage später haben die Soldatinnen und Soldaten ähnliche Ausbildungseinheiten, dann geht es wirklich auf einem grauen Boot der Marine in die Kieler Bucht.

Der Hörsaal 34 mit Anne Bähr (Mitte) gilt bei den Ausbildern als gutes Team.
Eine willkommene Ablenkung vom Schulalltag. Die wird demnächst allerdings noch deutlich übertroffen werden: Im März werden Anne Bähr und die Kameradinnen und Kameraden mit dem Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) fahren. Eine erste Seereise und zugleich Truppenpraxis für die Offizieranwärter, die ihre Ausbildung im Anschluss an die Reise fortsetzen werden.
Trotz des aktuellen, fordernden Ausbildungsstoffes wird sich wohl so mancher Soldat schon heimlich auf die Fahrt träumen. „Ich freue mich schon riesig“, schwärmt Bähr. Die Offizieranwärter informieren sich zurzeit gegenseitig mit Vorträgen über die Häfen, die angelaufen werden und die klingen in diesem Jahr einmalig interessant. Anne Bähr hat sich mit dem kolumbianischen Cartagena beschäftigt und damit die Vorfreude auf ihren Aufenthalt auf der Fregatte „Sachsen“ noch angeheizt.
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