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 „Ich möchte gerne noch mal rauf!“
 Erfahrungen bezwingen Befürchtungen

Anpacken war gefragt: Anne Bähr während der Ausbildung auf dem Segelschulschiff.
Fotos: Ricarda Schönbrodt (PIZ Marine)
Plön (uz) [10.10.08]. Einen gehörigen Respekt vor der Ausbildungsreise auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ hatte Anne Bähr schon vor dem Einschiffen eingeräumt. Durchaus kritisch stand sie dieser ersten Seefahrt in Uniform gegenüber. Dieser Respekt stand Anne Bähr auch ins Gesicht geschrieben, als es am 28. August hieß „Leinen los zur 148. Ausbildungsreise“. Inzwischen ist die Offizieranwärterin nach Deutschland zurückgekehrt. Sie hat in den letzten beiden Wochen die vielfältigen Eindrücke verarbeiten können und ist inzwischen an der Marineunteroffizierschule (MUS) zu Beginn des nächsten Ausbildungsabschnitts zum Gefreiten befördert worden. Immerhin konnte sie das „lange Wochenende“ über den 3. Oktober zu Hause bei der Familie in der Uckermark verbringen. Sogar für einen Auftritt mit ihrer Big Band hat sie Zeit gefunden und unter Beweis gestellt, dass die lange Abwesenheit keinen Einfluss auf ihr Können hatte:
„Ich bin zumindest nicht schlechter geworden, mache immer noch dieselben Fehler“, schmunzelt sie. Ein wenig musikalisch ging es aber auch an Bord des Segelschulschiffes zu, Anne Bähr hat im Bordchor gesungen.
Die Erinnerungen an die Ausbildungsreise zaubern ein Strahlen auf das sonst eher hochkonzentrierte Gesicht der Soldatin. Wie bei vielen anderen Kadetten, die mit gehörigem Respekt auf der „Gorch Fock“ einschiffen, hat sich auch bei Anne Bähr die vorherige Anspannung in Begeisterung gewandelt. Das habe so etwa vier Wochen gedauert, erzählt sie. „Ich würde jederzeit wieder raufgehen“, schwärmt die Soldatin. Das Wort „rauf“ meint sie dabei durchaus sprichwörtlich, denn sie durfte gar nicht so hoch hinaus, wie sie eigentlich wollte: Ihre Position fand sie am Besanbaum. Die obersten Positionen waren schnell vergeben und sie sei nicht zum Zuge gekommen, berichtet Gefreiter Bähr von den ersten Tagen auf dem Segelschulschiff.

Mit gemischten Gefühlen ging Anne Bähr im August an Bord des Segelschulschiffs.
Sie habe dann einfach abgewartet, was übrig bleibt und das wäre eben der Besanbaum gewesen. Angst vor der Höhe gab es für die Soldatin nicht: „Wenn man ein paar Mal hoch und runter geklettert ist, ist das kein Problem mehr“, lächelt Bähr. Das Aufentern zum Setzen der Segel war für die Soldatin ohnehin ein ganz besonderes Gefühl, das ihr viel Spaß gemacht hat. Nur einmal nachts sei es problematisch gewesen, räumt sie ein.
Das Flair auf der „Gorch Fock“, vor allem aber auch die Routine des Tagesdienstes an Bord, hätten das Besondere der Ausbildungsfahrt ausgemacht. „Das war ganz anders, als vorher in Flensburg“, betont Anne Bähr und hebt besonders hervor, dass man in der Routine auch ausreichend Schlaf gefunden habe. Nach dem Wecken um 6 Uhr wäre es zwar durchaus hektisch geworden an Bord, bis die so genannte Hängemattenmusterung vorüber gewesen sei, aber sonst wäre es eher „relaxed“ zugegangen. Meistens habe sie noch vor dem Frühstück eine Viertelstunde Zeit zum Lesen oder Lernen gefunden, da die Schlange an der Essensausgabe ohnehin recht lang war.

Die notwendigen Handgriffe sind schnell verinnerlicht.
Neben den Unterrichten, den Wachdiensten und natürlich dem täglichen „Reinschiff machen“ blieb Anne Bähr auf jeden Fall ausreichend Zeit um die Fahrt zu genießen. Für den Reinigungsdienst habe sie, so sagt sie, im Kartenhaus eine Station gehabt, die sich gut beherrschen ließ. Meistens hat sie dann noch Kameraden unterstützt. „Wir haben uns immer gegenseitig sehr gut geholfen“, beschreibt Bähr die gute Kameradschaft an Bord, die sie schon in der Offizieranwärter-Grundausbildung erlebt hatte. „Im Kartenhaus habe ich auch schon einiges über die Navigation mitbekommen“, erzählt sie.
Auch wenn die Soldaten auf einen Stop mit Geburtstagsfeier in Hamburg verzichten mussten und mit Dublin nur ein Auslandshafen angelaufen wurde, war die Reise mit den eher unspektakulären Zielen für Anne Bähr schön. „Ich beneide die jetzige Besatzung schon ein bisschen um die Regionen, die sie sehen“, gesteht sie. Vor allem die Küsten von Irland und Schottland haben die Soldatin fasziniert. Ein ganzes Stück sei man auch Seite an Seite mit Delphinen gefahren, erzählt sie. Selbst das Wetter sei verhältnismäßig gut gewesen, auch wenn die Kadetten nachts beim Dienst, vor allem als Rudergänger, schon sehr gefroren hätten.

"Leinen los": Für Anne Bähr gibt es kein Zurück mehr - Zum Glück, wie sich herausstellen wird.
Foto: Zeitter
Die drei Tage in Dublin wären fast ein wenig wie Urlaub gewesen, schwärmt Anne Bähr. Der Besuch in der Stadt sei sehr schön gewesen, auch wenn das Einlaufen der „Gorch Fock“ eher unauffällig gewesen sei. Aber immerhin: Eine Hand voll Soldaten wären sogar im Auslandshafen von ihren Angehörigen erwartet worden.
Und noch ein neues Erlebnis konnte Anne Bähr bei dieser Reise machen: Der eher spartanische Rückflug mit einer Transall zurück nach Deutschland war nochmals etwas Außergewöhnliches und Ungewohntes, aber sehr „spannend“ wie sie es formuliert.
Neben den vielen neuen und schönen Erinnerungen bleibt der Besatzung des ersten Törn aber natürlich auch der Zwischenfall, bei dem eine Kameradin ums Leben kam, in Erinnerung, betont Anne Bähr.
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